Artikelserie auf www.berufebilder.de

http://www.berufebilder.de – „Eines der meistgelesenen Blogs für Beruf, Bildung & Karriere“ (DIE ZEIT) mit vielen „gut umsetzbaren Tipps“ (FAZ)!

Simone Janson, Journalistin, Kolumnistin für „Die Welt“ und Bloggerin, betreibt eine Website mit dem schönen Namen http://www.berufebilder.de, in der sie die unterschiedlichsten Facetten aus dem beruflichen Alltag aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und auch andere Autoren zum Gedanken- und Wissensaustausch einlädt.

Mittlerweile sind über die vergangenen Wochen zwei Artikelserien von mir dort erschienen. Und darüber freue ich mich wirklich sehr und gebe die Links zu den Artikeln hier natürlich gerne weiter.

Viel Spaß beim Lesen und herzliche Grüße,
Claudia Hupprich

Schwerpunkt „Change Management & innere Kritiker“

Teil 1 – Wie ein Wusel entsteht

Teil 2 – Von geschenkten und vererbten Wuseln

Teil 3 – Welches Etikett haben Sie?

Teil 4 – Offen für jeden Einfluss

Teil 5 – Vom Trampelpfad zur Autobahn

Teil 6 – Geboren als Heulboje?

Teil 7 – Als Kleinkind im Büro

Teil 8 – Was passiert im Kopf?

Schwerpunkt „Das 1×1 des Wuselmanagements“

Teil 1 – Hindernisse aktiv wahrnehmen

Teil 2 – Hindernisse verändern

Teil 3 – Den Auslöser verstehen

Teil 4 – Das Soforthilfe-Notfallpaket

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Wenn das mal keine Überraschung ist …

Ich hatte vor ein paar Wochen ein sehr nettes Telefonat mit dem Chefredakteur des Magazins „methodik“ (eine Zeitschrift für mittelständische Unternehmer und Führungskräfte aus dem Hause HelfRecht).

Nachdem wir die inhaltlichen Leitplanken für einen gemeinsamen Artikel mit dem Titel „Machen Sie den Druckmacher zu Ihrem inneren Kraftgeber“ besprochen hatten, sagte er dann schließlich, dass ich nach Veröffentlichung des Artikels einen gewissen Betrag in Rechnung stellen könne.

Meinen Spontanreflex so zu tun, als wenn das für mich alltäglich sei und für jeden von mir erscheinenden Artikel bezahlt werde, habe ich unterdrückt und ihm stattdessen geantwortet, dass mich das natürlich sehr freue, es aber auch ungewöhnlich fände.

Ein paar Tage später kam dann die Rückfrage von ihm, ob ich etwas dagegen hätte, wenn wir den Artikel noch erweitern würden. Er hätte im Buch einen Praxistipp gelesen, der ihm sehr gefallen hätte und den er gerne mit aufnehmen würde. Klar, habe ich nichts dagegen gehabt und mich stattdessen noch mehr gefreut.

Gestern kamen dann die Belegexemplare an und die Freude ging weiter. Inhaltlich, fachlich, optisch und haptisch ein meiner Meinung nach wirklich interessant gemachtes Magazin.

Und dann im Begleitschreiben der Hinweis „bitte stellen Sie uns EUR XXX in Rechnung“.

Mache ich natürlich gerne. Und da mich das ganze so gefreut und im positiven Sinne überrascht hat, gebe ich den Betrag gerne an das Kinderhospiz Bärenherz weiter.

So macht Zusammenarbeiten wirklich Spaß!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag, der vielleicht ja auch die eine oder andere positive Überraschung für Sie bereithält.

Herzliche Grüße,
Claudia Hupprich

P.S. Es gibt Redaktionen, die verlangen von Autoren so richtig Geld, wenn man den eigenen Artikel im finalen Layout der Redaktion als pdf mit Veröffentlichungsrechten (z.B. auf der eigenen Website) haben möchte. Da sträubt sich bei mir jedes Mal alles bei dem Gedanken, auch noch für etwas bezahlen zu müssen, was ich selbst geschrieben habe. War eigentlich doch schon klar, dass das bei der Redaktion des Magazins „methodik“ anders läuft, oder? Gestern Abend via email beim Chefredakteur kurz nachgefragt, heute Morgen schon das pdf-Dokument mit dem Artikel in der Inbox. Aktuell steht es noch auf der Dropbox, siehe Link und demnächst auf unserer nigelnagelneuen Homepage, auf die ich mich schon sehr freue.
https://dl.dropboxusercontent.com/u/62550180/methodik%204-2013_Claudia_Hupprich.pdf

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The wouzels go YouTube …

Heute ist Premiere, denn die Wusel gibt es jetzt auch in YouTube.

Ladies and Gentlemen, we proudly present: Claudia and her Wouzels in Mannheim 🙂

Hier ein Link mit Ausschnitten aus dem Vortrag:

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Monsun in Bonn

Der Regen, der gestern draußen vorm Fenster niederging, während ich mit dem Kunden in seinem Büro sprach, war nicht weiter überraschend – schließlich hatten es die Wetterfrösche morgens ja auf allen Kanälen angekündigt.

Die Heftigkeit der Regenfälle war dann aber doch überraschend. Zusammen mit Sturmböen, Blitz und Donner verdunkelte sich die gesamte Umgebung dramatisch. Aus der sonst so lieblichen Rheinaue schien innerhalb von Minuten eine Hollywood-Kulisse mit Weltuntergangscharakter zu entstehen. Schirme schienen nur noch Dekoration zu sein, für den Gang durch die Windkanäle, die um den gläsernen Büroturm fegten, waren sie alles andere als tauglich. Wer irgendwie konnte, blieb im Gebäude, bis sich die Dramatik legte und das Unwetter in simplen Regen verwandelte.

Dann die nächste Überraschung, als ich die Tür zur Tiefgarage des Kunden aufmachte: Alles stand dort unter Wasser. Mehrere Zentimeter hoch.

Land-unter in der Tiefgarage

Und statt Gummistiefel hatte ich hochhackige Schuhe an, in die bei jedem Schritt das Wasser schwappte. Da ich Lederschuhe noch nie einem solchen Wassertest unterzogen habe, entschied ich mich kurzerhand die Schuhe in die Hand zu nehmen und auf Nylonstrümpfen Richtung Auto zu waten.

Und während ich da durchs Wasser watete, merkte ich, dass ich zwar ganz normal wie immer in die Tiefgarage hineingefahren war, aber aufgrund der vielen gestern dort geparkten Autos selbst nicht dort geparkt hatte, wo ich sonst parke.

Das verlängerte das Waten durchs Wasser.

Liebe Mitarbeiter der Security, ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie vor Ihren Monitoren saßen und Ihren Spaß hatten, wie da eine Beraterin fast barfuß durch die Tiefgarage marschiert. Haben Sie geschmunzelt oder gelacht?

Ich gebe zu, ich hätte es an Ihrer Stelle getan 😉

Auch weiß ich nicht, ob Sie das komplette Licht in der Tiefgarage ausgeknipst haben oder ob es aufgrund des Hochwassers ausging. Jedenfalls war ich ziemlich dankbar, dass es erst dann passierte, als ich bereits im Auto saß. Eine stockfinstere Tiefgarage, dazu gurgelndes Wasser … schon wieder Hollywood-Atmosphäre und dass ohne Kino-Eintritt zu zahlen.

Die Füße wurden dann auf der Rückfahrt von der Autobelüftung etwas getrocknet und warm gefönt. Im Untertaunus wieder ankommen schien dann die Sonne, es war wunderbar warm und ich stieg mit quietschnassen Schuhen aus dem Auto.

So schnell kann man unerwartet kalte (und nasse) Füße beim Kunden bekommen.

Ich wünsche Ihnen trockene Füße und ein schönes Wochenende,
herzlichst, Ihre Claudia Hupprich

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Es ist so eine Mischung aus Stolz und ein bisschen Eitelkeit …

… wenn ich hier heute poste, dass ich mich über neue Buchrezension heute sehr gefreut habe. Ich habe dann neugierig den Namen der Rezensentin in XING nachgeschaut und – siehe da – auch gefunden und mich für die netten Zeilen bedankt.

Und daraus entstand ein netter, neuer Kontakt 🙂 Klasse!

Hier die Rezension:

„Ich stimme dem Reigen der hier versammelten RezensentInnen mit ganzem Herzen zu: 5 Sterne für dieses besonders nett und inhaltlich klug gemachte Buch. Die Autorin Claudia Hupprich hat es super gut verstanden. komplexes Fachwissen sympatisch und humorvoll zu verdichten in dieses Konzept der inneren Wusel und des Management dieser Bande. So schildert sie lebhaft, wie sie einen eigenen kleinen Saboteur – sorry Wusel – das erste Mal entdeckt hat. Stets auf der Fahrt zu einem speziellen Kunden zeigte er sich – (Gott sei Dank, sonst hätte es vielleicht dieses nette Buch nicht gegeben) – struppig, grimmig und mit allerlei Sabotagegedanken im Gepäck. Überhaupt nicht aufbauend und völlig unnötig. Baute immer mehr wenns und oabers auf, warum es schief gehen müsste. So wurde er einige Zeit später gebürstet, nett gekleidet im Matrosenlook und auf den Beifahrersitz geschnallt. Ein weiterer Aspekt des neuen Deals: Kappe halten.So wurde es ihm bald langweilig und blieb zu Hause ;-). Dieses Szene zeigt schon den phantasie- und humorvollen Umgang mit internen Sabotagemustern. Die lesende Kundschaft begegnet verschiedenen Wuseltypen, lernt, welche Glaubenssätze dahinter destruktiv und unnötig sind und wie wir selbstgemacht uns abhalten, unser Leben, unsere Vorhaben in die Hand zu nehmen. Auch in einer komplexen Welt. Und entdeckt, wie diese kleinen Gesellen (wirklich nett anzuschauen in der Illustration 😉 per klugem Management zu Partnern werden können für die persönlichen Ziele.

Und weil wir Menschen plietsch (pfiffig) sind, können wir natürlich auch daraus etwas lernen, wie wir mit uns und unseren Mitmenschen selbst umgehen können, finde ich. Freundlich, konstruktiv, würdigend. Das ist der Weg.

Meinen Respekt spreche ich auch dafür aus, dass es der Autorin gelungen ist, so eine ansprechende Idee wie jene der Wusel und des Umgangs damit zu konstruieren, um komplexes Wissen um Veränderung und Persönlichkeitsentwicklung zu verpacken. Ein Weg der Leichtigkeit zu fundiertem Wissen. Danke!“

Danke liebe Leserinnen und Leser. Das Buch wurde geschrieben, um Ihnen einen komplexen Sachverhalt mit einem Augenzwinkern näher zu bringen. Umso mehr freue ich mich, wenn das anscheinend gelungen ist.

Herzlichst, Ihre Claudia Hupprich

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Kann Arbeit eigentlich Spaß machen?

Ich hatte gestern einen spannenden Termin mit einer Managerin, die in einer Bank intern Führungskräfte coacht und berät. Irgendwann kamen wir dann auf den gemeinsamen Punkt, dass keiner zu seiner jeweiligen Arbeit gezwungen wird. Wenn wir also freiwillig dort sind, wo wir sind, dann könnten wir dort doch auch Spaß haben, oder?

http://www.businessvillage.de/Kann-Arbeit-eigentlich-noch-Spasz-machen/mag-1258.html

Wenn Sie Lust haben, schicken Sie mir doch einmal einen Kommentar, ob Ihnen Ihre Arbeit Spaß. Ich freue mich auf Ihr Feedback

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Ein sinnvolles Mittel gegen „Schnappatmung“

Kennen Sie das? Sie erleben etwas und müssen erst einmal nach Luft schnappen? Oder, Sie schnappen nach Luft und geraten in einen regelrechten Kreislauf? Denn sie schnappen vielmals nach Luft , weil auf das erste Erlebnis direkt ein weiteres und noch eins und noch eins und noch eins folgt?

Da kommt man vor lauter nach Luft schnappen nicht mehr zum normalen Atemrhythmus. Da mischt sich Wut mit Ohnmacht oder Verständnislosigkeit.

So wie bei mir neulich. Die Geschichte hat einen IT-Hintergrund, hat aber von der eigentlichen Logik nicht zwingend etwas mit IT zu tun, sondern könnte auch mit jedem anderen Produkt passieren, wie zum Beispiel nach dem Kauf eines neuen Autos.

Weil dies hier kein „IT-Blog“ ist, werde ich also immer dann, wenn ich den Eindruck habe, dass es jetzt eventuell zu IT-technisch wird, eine Art Übersetzung dazu schreiben. Die Übersetzung ist dabei ganz einfach, ich übertrage dann den IT-Teil in die Welt der Automobile, also der Idee, wie es wäre, wenn mir das ganze nicht als Notebook-, sondern als Autokäuferin passiert wäre.

Also, mein nigelnagelneues Notebook …

Das stand so auf dem Schreibtisch und beim Installieren diverser Applikationen stellte sich schnell ein Erstaunen ein. Ist das Ding grade ziemlich lahm oder bin ich nur ungeduldig?

Nach ein paar Tests dann Anruf bei der Hotline dann die vermeintliche Lösung …

(I = Ich, S = Support, Ü = Übersetzung):

I: „Mein neues Notebook läuft super langsam, wenn es aus dem Internet via WLAN etwas herunterlädt.“

Ü: „Mein neues Auto fährt nur bergab, aber nicht bergauf.“

S: „Kein Problem, schließen Sie doch Ihr Notebook bitte mal per LAN-KAbel an den Router an.“

Ü: „Kein Problem, bitte schleppen Sie Ihr Auto doch mal zur nächsten Tankstelle ab.“

I: „Warum denn das? WLAN funktioniert hier optimal im Büro. Das alte Notebook hat Empfang, das Smartphone ist online und Internetradio läuft. An der Verbindung zum Router liegt es wohl eher nicht.“

S: „Wie alt ist denn der Router?“

Ü: „Wie alt ist denn ihre bevorzugte Tankstelle?“

I: „So ungefähr zwei Jahre …“

S: „Uihhhh, dann müssen Sie den austauschen, dann liegt es an dem …“

S: „Arbeiten Sie im Büro nur mit WLAN?“

I: „Ja.“

S:“Waaass? Da sollten Sie aber mal über eine LAN-Anbindung nachdenken.“

I:“Sie meinen, ich kaufe von Ihnen ein neues Notebook und danach müssen wir hier Schlitze stemmen für die LAN-Verkabelung und den Router austauschen? Haben Sie noch andere Ideen?“

S: „Sie sollten die Treibersoftware für die WLAN-Karte aktualisieren.“

Ü: „Sie sollten die Birnen der Vorder- und Rückscheinwerfer austauschen.“

S: „Welchen Browser haben Sie übrigens vorhin verwendet?“

Ü: „Bei welcher Mineralölgesellschaft haben Sie übrigens vorhin getankt?“

I: „Firefox.“

S: „Ahh, alles klar. Das gibt Performance-Einbußen unter Windows 8.
Übrigens ist es ganz klar, dass Ihr neues Notebook nicht so schnell ist, in Sachen WLAN wie das alte. Schließlich hat es ein Metallgehäuse. Das hat Einfluss auf den Empfang.“

I: „Sie meinen, Sie stellen Notebooks aus Metall her und wissen, dass zeitgleich eine Grundfunktionalität dadurch beeinträchtigt wird? (*Erstaunen*). Übrigens, mein altes Notebook steht vom Router aus betrachtet genau hinter dem neuen mit Metallgehäuse. Warum hat die alte Rübe dann ein sehr gutes Empfangssignal und der Neue sucht nach Antworten?“

(*Zeitsprung – jetzt wird getestet*)

S: „Und … welche Geschwindigkeit haben Sie jetzt?“

I: „Ich kann Ihnen in Firefox 20 KB/S anbieten und … warten sie … 18 KB/S im Explorer.“

Ü: „Das ist ungefähr so, als würde man versuchen, Spaghetti mit einem Strohhalm zu schlürfen. Prinzipiell machbar, aber sehr, sehr mühsehlig. Oder um bei der Automethapher zu bleiben: Kickstart bei angezogener Handbremse …“

Daraufhin wird ein Techniker für den nächsten Tag avisiert … der dann auch kommt und die WLAN-Karte tauscht und danach stolz das überarbeitete Gerät auf meinem Schreibtisch abstellt.

I: „Komisch, jetzt habe ich überhaupt keinen WLAN-Empfang mehr.“

S: „Oh, dann ist die Hauptplatine kaputt. Das kann beim Austausch passieren.“

Ü: „Beim Reifenwechseln haben wir leider ihren Motor ruiniert. Das kann vorkommen.“

Montag, nächster Techniker mit neuer WLAN-Karte und neuer Hauptplatine. 4 Stunden hier vor Ort. zwischendurch dann das …

S: „Es könnte sein, dass Sie das Betriebssystem nochmals neu installieren müssen …“

I: „Das Problem, dass der WLAN-Empfang sobald ich mit dem Notebook aufstehe und Richtung Router laufe besser wird, ist ein Softwareproblem? [Für IT-ler: If Distance > 6 m then no connection else normal connection. Da gerät man doch ins Grübeln, oder?]

S: „Stimmt, daran kann es nicht liegen.“

Dann endlich der (irgendwie gefühlt triumphale) Einzug des Technikers in mein Büro mit dem neuen Notebook. „Bitte sehr …“
Wie testet man jetzt sinnvoll, ob ein Notebook mit einer sinnvollen Geschwindigkeit im Internet unterwegs ist? Mein Ansatz war vielleicht etwas hemdsärmelig: Einfach auf zwei Notebooks eine Website aufrufen, die ich auf beiden definitiv noch nie aufgerufen hatte.

WWW.AUTOBILD.DE    🙂

Während die alte Notebook-Rübe schon längst die komplette Website aufgebaut hatte, rödelte der nigelnagelneue Computer vor sich hin. Ohne Ergebnisse. Was dann auch den Servicetechniker überzeugte und ihn dann unverrichteter Dinge von Dannen ziehen ließ.

Dann heute der Anruf …

S: „Hallo, wir sind’s. Ich hätte da mal eine Frage … Empfinden Sie die Leistung Ihres neuen Notebooks momentan so, dass sie Sie im Laufe des Produktlebenszyklus signifikant beeinträchtigen würde?“

I: („Ist die Erde rund?“)

Ergebnis: Das Unternehmen bietet mir an, den Kaufvertrag rückgängig zu machen. Die Tatsache, dass das wohl die einzig sinnvolle Lösung ist, ich wieder auf „Square one“ in Sachen Notebook-Auswahl bin und mindestens 30 (!) Stunden in Konfiguration, Fehlersuche, etc. investiert habe, ist ein Thema für einen anderen Blog.

Aber wie war das mit der Schnappatmung?

Die kenne ich im normalen Alltag eigentlich weniger, habe die aber fast durchgängig im oben beschriebenen Prozess gehabt.  Ich wollte die einzelnen Punkte zwischendrin im Text bezeichnen, aber habe dann gemerkt, dass das unlesbar geworden wäre.

Wie also am besten damit umgehen, wenn man das Gefühl hat, dass es einen gefühlt aus den Socken kegelt? Wenn man am liebsten ins Telefon schreien möchte „Sie grandioser Fall von Ahnungslosigkeit“ (merken Sie was, der Satz ging durch die Zensur, tatsächlich habe ich etwas ganz anderes gesagt …)

Wie reagiert man am besten in einer Situation, in der man so fassungslos ob der Handlungen der Gegenseite ist, dass man am liebsten den Frust der vergangenen 12 Monate auf dem Schreibtisch seines Gegenübers verbal platzieren möchte? Schreien, beleidigen, drohen, Türen knallen … halt das ganze volle Programm.

Tun Sie es bitte nicht.

Denn es gibt eine Alternative, auch wenn die im Sog der Emotionen manchmal alles andere als leicht ist.

Aber es lohnt sich, sie auszuprobieren. Und mit ein bisschen Übung geht es dann auch von Mal zu Mal leichter.

Bevor Sie das nächste Mal „ausflippen“ (egal ob beruflich oder privat und vor allem auch wenn Sie eigentlich im Recht sind), stellen Sie sich ganz bewusst vor, dass Sie neben sich stehen würden und die Szene beobachten würden.

Im Coaching nennt man diese virtuelle Position „Meta-Position“. Dieser Perspektivwechsel nimmt in den meisten Fällen „Druck“ aus dem System und lässt uns konstruktiver problematische Gesprächssituationen angehen.

Schnappatmung kommt vermutlich immer mal wieder bei den meisten von uns vor. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht.

Vielleicht überlegen Sie sich in der nächsten Situation, in der die Atmung mal wieder verdächtig flackert, wie Sie sich und die ganze Situation einschätzen würden, wenn Sie ein paar Meter weiter weg vom Geschehen stehen würden und welche Tipps Sie sich aus dieser Position selbst geben würden.

Dabei wünsche ich Ihnen viel Spaß und vor allem viel Erfolg.

Herzlichst, Ihre Claudia Hupprich

P.S. Und an dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle Support-Mitarbeiter, die Tag für Tag mit gestressten Kunden zu tun haben und diese Herausforderung souverän meistern!

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Die Heulboje

Motto: Das Leben ist ungerecht!

Lieblingssatz: „Warum tut man mir das an?“

Zielsetzung: Klagen statt Handeln.

Die Heulboje tut am liebsten das, was ihr Name schon suggeriert, nämlich heulen. Und dafür gibt es im Leben dieses Wusels jede Menge Anlässe.

Sie können ziemlich sicher sein, dass dieser Wusel gerade aktiv ist, wenn Sie Sätze hören wie zum Beispiel:

  • „Immer ich!“
  • „Warum tut man mir das an?“
  • „Ich verschwende hier meine Zeit!“
  • „Ich hab’s versucht, aber was soll man da noch machen?“
  • „Ich vergeude hier mein Talent!“

Dieser Wusel ist davon überzeugt, dass das, was er gerade zum Heulen findet, absolut nicht fair ist und er eine bessere Behandlung verdient hat, konkret von seinen Mitmenschen oder weniger konkret vom Leben allgemein. Der Chef ist unfair, die Kollegen verständnislos und die Mitarbeiter ziehen auch nicht mit. Egal, was der Grund für seine Unzufriedenheit ist, seine Antwort ist je nach Situation ein lautes Aufjaulen, ein lang anhaltendes Wehklagen oder ein jämmerliches Wimmern.

Die Heulboje nimmt jede Gelegenheit wahr, über Dinge zu klagen, die sie nicht ändern kann. Genauso gerne jammert sie jedoch auch über Umstände, die sehr wohl in ihrem Einflussbereich liegen und die von ihr geändert werden könnten. Statt einen entsprechenden Handlungsbedarf abzuleiten und umzusetzen, setzt sie jedoch auf die von ihr favorisierte Strategie des ausgiebigen Jammerns.

Die Heulboje findet immer einen Grund, warum etwas zutiefst deprimierend ist. Es ist zwar, wie es ist, aber so dürfte es eben nicht sein, und das findet die Heulboje zutiefst deprimierend und singt ein entsprechendes Klagelied. Oft hat sie davon ein umfassendes Repertoire, sortiert nach den jeweiligen Anlässen. Text und Melodie kennt sie aufgrund zahlreicher Proben auswendig.

Wenn dieser Wusel sein Klagelied erhebt, wird es schwierig einen konkreten, produktiven Gedanken zu fassen, der der jeweiligen Situation angemessen wäre und ihm die notwendige Energie geben könnte, um entweder etwas zu ändern oder die jeweilige Situation gelassen so hinzunehmen, wie sie eben ist. Odysseus setzte im Kampf gegen die Gesänge der Sirenen Wachs ein. Gegen den Heulbojen-Wusel funktioniert das leider nicht.

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Neulich in der IT: Der Gouvernanten-Wusel

Ich bin IT-affin. Klar.

Das muss ich hier am Anfang des Postings schreiben … nicht, dass Sie einen anderen Eindruck von mir gewinnen. Ich besitze ein Diplom in Wirtschaftsinformatik und berate seit vielen Jahren (nicht nur, aber eben auch) Kunden in der IT-Welt. Vom IT-Servicemanagement über Outsourcing bis hin zum Führungskräftecoaching und Teamentwicklungstraining.

Ich sitze seit geraumer Zeit vor einem Computer. Und da habe ich selbstverständlich auch den einen oder anderen Versionswechsel in Sachen Betriebssystem, Office Paket, etc. mitgemacht.

Neulich also wieder auf ein Neues. Der Laptop war abgeschrieben und zeitgleich lief der Business Support damit auch aus. Ersteres war weniger wichtig, aber der 24 Stunden vor Ort Lösungsservice dann eben doch essentiell wichtig für das Business.Da sich beim letzten (ich geb’s zu, verschlafenen) Ablösungszyklus das Motherboard des Laptops just 4 Wochen nach Ende der Garantie und des Business Supports in das IT-Nirvana verabschiedet hatte, war ich diesmal schlauer 🙂

Also im Dschungel der Laptop-Angebote die Machete geschwungen. Die Bemerkung des Verkäufers „den gibt’s standardmäßig aber nur mit Windows 8“ ließ mich innerlich zucken, aber schließlich dachte ich, dass daran über kurz oder lang doch sowieso kein Weg dran vorbei gehen würde. Fazit: „Augen zu und durch“.

Jetzt kam das gute Stück. Technisch, optisch, haptisch alles vom Feinsten. Angeschaltet. Windows 8.

Das war ein Gefühl, als wenn ich erst vor kurzem angefangen hätte, mit dem Computer zu arbeiten. Intuitiv geht anders. Mit dem alten Laptop dann auf Youtube ein Tutorial angeschaut. Danach ging es … naja, ein bisschen besser. Also, ich weiß jetzt wie es geht, aber nicht warum das besser ist. Das erschließt sich mir noch nicht. Da fallen mir eine Menge Fragen aus dem Gebiet des Change Managements ein, die den Gedankengang hier aber sprengen würden. Bin ja auch in dem Kontext als User und nicht als Unternehmensberaterin engagiert.

Dann zu meiner Entgeisterung festgestellt, dass auch nicht Office 2010, sondern 2013 dabei ist. Macht irgendwie Sinn in Sachen Fortschritt, aber bremst mich wiederum im Arbeiten. Ich konnte die Office-Programme der vergangenen Versionen mehr oder weniger blindlings bedienen, jetzt ist schon wieder Umdenken angesagt. Und dann wird es auch irgendwie ärgerlich. Schließlich geht es auch um Effizienz im Arbeiten.

Ich stelle mir grade vor, wie es wäre, diese Idee des „Lieber Kunde, wir machen jetzt alles besser, du bist am Anfang zwar wesentlich langsamer, aber am Ende dann doch glücklich…“ auf andere Produkte übertragen würde.

Man kauft sich zum Beispiel ein Auto, setzt sich rein und hat keine Idee, wie man losfahren könnte. Gaspedal, Bremse, Lenkrad und Schaltung sind nicht nur nicht da, wo sie sonst gewesen sind, sondern nur durch ein Online-Tutorial zu finden. Oder über diverse Web-Angebote, bei denen man effizient und effektiv innerhalb von zwei Tagen beigebracht bekommt, wie man eben dieses Auto fährt. Obwohl man seit vielen Jahren einen Führerschein besitzt.

Warum dürfen Autobauer so etwas nicht, aber Softwarebauer?

Oder umgekehrt, warum würden wir der einen Industrie das nie durchgehen lassen, aber machen das bei der anderen?

Meine Arbeitshypothese ist, dass es so etwas wie einen „Gouvernanten-Wusel“ auch in der IT gibt, der die herrlichsten Ideen und Konzepte hat und diese so toll findet, dass er die Belange der Kunden unterschätzt … oder ignoriert …oder denkt er wüsste es viel besser … oder von allem ein bisschen.

Oder im schlimmsten Fall denkt, dass er für den Kunden mitdenken kann.

Blöd nur, wenn der Kunde selbst denkt.

Als ich vom Gouvernanten-Wusel neulich hier im Blog schrieb (siehe https://wuselmanagement.wordpress.com/2013/03/15/die-gouvernante/) ahnte ich noch nicht, dass er auch in der IT sein Unwesen treibt.

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Interview im Wiesbadener Tagblatt zum Thema Selbstsabotage

Meine Süße heute ganz erstaunt, als Sie eine aufgeschlagene Seite der Printausgabe vom Wiesbadener Tagblatt gesehen hat: „Mami, schau mal, die Frau sieht ganz genauso aus wie Du … oder … bist Du das?“ 🙂

Ich freue mich sehr über das Interview im Wiesbadener Tagblatt:

http://www.wiesbadener-tagblatt.de/region/untertaunus/idstein/13052639.htm

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